"Stay independent, act united."
VUT-Vorsitzende Birte Wiemann über Streaming-Vergütung und den Einsatz für Indie-Labels und Künstler
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Birte Wiemann. © Stefan Wieland
Backstage PRO: Birte, du bist Vorsitzende des VUT. Was ist der VUT genau?
Birte Wiemann: Der VUT ist der Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen und startete 1994 als Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen. Wir sind verantwortlich für insgesamt 1.200 Mitglieder aus u.a. den Bereichen Label, Verlag, Vertrieb, selbstvermarktende Künstler und Digitalvertriebe. Wir sind dafür zuständig, Wissen zu vermitteln, ein Netzwerk zu bieten, geldwerte Rahmenverträge für unsere Mitglieder zu verhandeln, aber auf der anderen Seite auch in der Politik Lobbyarbeit für die unabhängigen Musikunternehmer*innen zu betreiben.
Backstage PRO: Früher waren vor allem Labels Mitglieder, doch inzwischen sind eine ganze Reihe Künstler auch Mitglied des VUT.
Birte Wiemann: Stimmt, wir haben vermehrt Eintritte von selbstvermarktenden Künstler*innen. In der letzten Zeit hat sich vieles verändert, beispielsweise weicht die früher klare Trennung zwischen Künstler*innen und Labels auf. Dementsprechend war es klar, dass wir uns breiter aufstellen müssen, um die gesamte Musikwirtschaft abzubilden einschließlich der Künstler*innen, die sich selbst vermarkten und in ihrem Netzwerk nach Dienstleistern suchen.
Backstage PRO: Was bietet ihr euren Mitgliedern?
Birte Wiemann: Besonders wichtig ist der Netzwerkgedanke. Der VUT bietet allen, die in der Musikwirtschaft tätig sind, ein Forum, um aktuelle Themen zu besprechen und gemeinsam aktiv zu werden. Wir bieten aber auch klassische Mitgliedervorteile wie einen verringerten GEMA-Tarif für alle, die noch Tonträger herstellen. Wir bieten außerdem eine Steuerfachberatung, eine Rechtsberatung und gängige Vertragsvorlagen auf Deutsch und Englisch an. Unser Ziel besteht darin, dass wir alles abdecken, was man im Tagesgeschäft braucht.
Backstage PRO: Welche Rolle spielt die politische Arbeit?
Birte Wiemann: Lobbyarbeit spielt angesichts der zunehmenden Marktkonzentration und sinkenden Möglichkeiten für Vielfalt im Markt eine zunehmend größere Rolle! Als deutscher Verband beschäftigen wir uns hauptsächlich mit dem Bund – von Kultur- bis Steuerpolitik sozusagen. In den letzten Jahren haben europäische und weltweite Entwicklungen einen starken Einfluss erhalten, wir sind deshalb, als VUT auch als Mitglied im europäischen Indie-Verband IMPALA stark engagiert, der wiederum Teil des weltweiten Verbandes WIN ist. Im globalisierten Musikmarkt kommt ein Indie allein nicht weit. Wir setzen deshalb auf eine breite Vernetzung, um gemeinsam stark zu sein.
Backstage PRO: Wie ist die aktuelle Lage der unabhängigen Musikschaffenden und Musikunternehmen?
Birte Wiemann: Auf dem Papier sieht es gut aus, weil auch der Indie-Anteil immer größer wird. Aktuell liegt das Verhältnis zwischen Major Labels und Indie Labels auf Vertriebsbasis bei etwa 65:35, wobei der Indie-Anteil wächst. Auf jeden Fall kann man festhalten: Es ist heutzutage viel leichter, Musik in die eigene Welt zu bringen. Allerdings hat genau das auch eine Kehrseite: Wir beobachten mit über 120.000 täglich auf Spotify hochgeladenen Tracks ein übergroßes Angebot, wie schlecht jeder Stream bezahlt wird, ist auch kein Geheimnis mehr und nicht zuletzt sind die Majors auf Einkaufstour, wobei sie teilweise noch dreist Indiewashing betreiben. Der Raum für Vielfalt im Markt wird zunehmend geringer.
Backstage PRO: Wie ist euer Verhältnis zu den Major Labels und Verbänden wie dem BVMI?
Birte Wiemann: Das Verhältnis zu den anderen Musikverbänden ist kollegial. Beispielsweise haben wir gemeinsam mit dem BVMI, BDKV, DMV, Livekomm, IMUC und SOMM das Forum Musikwirtschaft ins Leben gerufen, um an den gemeinsamen Themen der Branche zu arbeiten und damit mehr politische Schlagkraft zu entwickeln. Darüber hinaus sind wir auch mit anderen Verbänden, etwa PRO MUSIK, im regelmäßigen Austausch.
Backstage PRO: In letzter Zeit stand Universal sehr in der Kritik, weil sie mehrfach wichtige Indie-Unternehmen aufgekauft haben.
Birte Wiemann: Absolut zurecht. Es ist tatsächlich so, dass Universal im Kaufrausch unterwegs ist. Für den Markt bedeutet das z.B.: Ein Label- und Vertriebskonglomerat wie PIAS, das lange Zeit unabhängig und bahnbrechend war, fällt in die Hände eines Majors. Genau dasselbe gilt für das von Virgin Music aufgekaufte Unternehmen Downtown, das Servicedienstleister besitzt, die viele Indies in Anspruch nehmen. Dieser Kauf wird zum Glück auf EU-Ebene auch dank des Eingreifens des VUT kartellrechtlich geprüft werden. Universal hat bereits einen viel zu großen Marktanteil, und wenn das Unternehmen seine Stellung durch diese Übernahmen weiter stärkt, schadet das langfristig allen im Markt. Vor allem das damit verbundene Indiewashing sollten wir alle klar kritisieren.
Backstage PRO: Die Sorge ist ja, dass vor allem durch Universal das Gleichgewicht ins Wanken gerät. Diese Übernahmen sind Teil ihrer aggressiven Streaming 2.0-Strategie, die von Universal als "künstlerzentriertes Modell" propagiert wird, auch die 1.000-Stream-Grenze bei Spotify soll von Universal gewollt gewesen sein. Streaming 2.0 könnte unabhängigen Musikern eher schaden als nützen. Wie beurteilst du das?
Birte Wiemann: Das schätzen wir ähnlich ein, deshalb haben wir uns z.B. deutlich gegen die Einführung der 1.000er-Schwelle eingesetzt. Einmal mehr schlägt hier die Marktkonzentration zu: Für viele Indies fühlt es sich nicht so einfach an, aus Protest ihre Kataloge bei dem Marktführer Spotify rauszunehmen. Wir befinden uns damit in einer unerfreulichen Situation, in der Spotify und UMG die Regeln für alle diktieren.
Backstage PRO: Was folgt daraus?
Birte Wiemann: Wir als Indies sollten uns noch besser vernetzen. Denn ohne "act united, stay independent" werden wir auf lange Sicht kaum im Markt überleben können. Ein gutes Beispiel dafür ist unsere gemeinsame Lizenzagentur MERLIN. Sie verhandelt für uns Indies Verträge mit den DSPs.
Backstage PRO: Welche Folgen hat die 1.000 Stream-Grenze?
Birte Wiemann: Es ist relativ leicht auszurechnen, dass kleine Labels sowie reine Kataloglabels bei der 1.000-Stream-Grenze auf jeden Fall in die Röhre gucken. Das kann nicht sein. Die nutzungsbasierte Vergütung darf nicht einfach außer Kraft gesetzt werden. Das heißt: Musik muss vergütet werden, wenn sie gestreamt wird. Die Abrechnungen sind aber so komplex und werden zudem mit einem gewissen Verzug erstellt, dass wir die Auswirkungen der 1.000er-Grenze noch nicht vollständig erfassen.
Backstage PRO: Transparenz ist ein wichtiges Thema. Früher konnte man sehen, wie viele Tonträger man verkauft hat, während die Streaming-Abrechnungen heute kaum nachvollziehbar sind, schon gar nicht für Externe. Diese Intransparenz ist doch eigentlich eines der Hauptprobleme, oder?
Birte Wiemann: Korrekt. Daten sind heute so viel wert wie nie zuvor und Spotify gibt seine Datensätze nicht heraus, auch nicht für die Forschung. So muss sich etwa die BKM-Streamingstudie auf die Verkaufsdaten der GfK von 2002 bis 2021 stützen. Im CD-Zeitalter war das in gewisser Weise nachvollziehbarer. Wenn ich 10.000 CDs verkaufte, konnte ich gut abrechnen, was ich als Künstler*in bekomme, was die GEMA und das Label bekommt und wie hoch die Herstellungskosten sind.
Backstage PRO: Beim Streaming ist das anders.
Birte Wiemann: Genau, die Abrechnung besteht aus seitenlangen Excel-Listen für jedes Territorium und die Art des Zugangs, also Abo oder Freemium-Account. Es ist einfach unfassbar schwierig, alles nachzuvollziehen, daher ist es eine unserer Grundforderungen, dass es möglich sein muss, einzusehen, woraus sich die Vergütung zusammensetzt. Bei anderen DSPs ist das im Übrigen nicht anders.
Backstage PRO: Gibt es einen Austausch zwischen Spotify und euch? Ihr habt beispielsweise die 1.000-Stream-Grenze öffentlich kritisiert, kam da jemals eine Reaktion?
Birte Wiemann: Es gab verschiedene Termine, bei denen wir miteinander gesprochen haben. Die Kommunikation ist schon da, die Frage ist: Wird darauf reagiert? Und hier sehen wir wenig Entwicklung zugunsten der Indies. Das Spotify-Narrativ besteht unter anderem darin, dass die Auszahlung dieser Mikrobeträge ein großer administrativer Aufwand sei. Aber die Labels zahlen auch Cent-Beträge an die Künstler*innen – und das funktioniert. Eine einfache Lösung wäre, zunächst 50 Euro zu sammeln und ab dieser Schwelle auszuzahlen. So geht die Vergütung für die Nutzung nicht “verloren"
Backstage PRO: Vor allem im Zeitalter der Datenverarbeitung.
Birte Wiemann: Genau. Gerade die Datenunternehmen müssten eigentlich eine Lösung finden. Aber wenn Spotify etwas festlegt, bleibt aktuell nur die Wahl, beim Marktführer nicht vertreten zu sein. Ein Opt-out bei Spotify wäre schon sehr mutig, aber auch das Einzige, was helfen würde. Sei konsequent und kündige dein Spotify-Abo als User*in, nimm einen anderen Streamingdienstleister in Anspruch, und sag als Künstler*in: Da mache ich mit meiner Musik nicht mit. Für den/die Einzelne*n ist das bislang wenig attraktiv, deshalb ist die Vernetzung umso wichtiger. Angenommen, auf Spotify mit seinen bisherigen Regeln findet sich irgendwann nur noch Major-Repertoire und die wahre Vielfalt der Musik – immerhin kommt 80 Prozent aller Neuerscheinungen von den Indies – findet woanders statt und wird dort für jeden Stream vergütet. Das wäre für alle etablierten Künstler*innen und Newcomer*innen ein bestärkendes Signal.
Backstage PRO: Wie ist die Kommunikation mit der Politik zu diesen Themen?
Birte Wiemann: Wir sind mit den verantwortlichen Politiker*innen im engen Austausch, nicht zuletzt war ich auch zweimal im Kulturausschuss des Bundestags zu Gast. Wenn man die Dynamiken und Verflechtungen des Marktes nicht gut kennt, ist es sehr schwierig, zielgenau politisch einzugreifen. Wenn man im musikwirtschaftlichen Ökosystem an einem Rädchen dreht, kann sich am anderen Ende etwas verändern, was man eigentlich nicht gewollt hat, Wir wollen ja Verbesserungen im Markt und nicht noch mehr Papiertiger, die kleine und mittlere Unternehmen gängeln, während die großen weiterhin ihr eigenes Süppchen kochen. Ich sehe einfach nicht, dass die Politik so sehr in die Tiefe gehen kann und wird. Eine denkbare Lösung ist für uns daher, dass wir es im Markt selbst regulieren: Dafür haben wir mit unserer Verhandlung über gemeinsame Vergütungsregeln im Audiostreaming mit PRO MUSIK einen Anfang gemacht.
Backstage PRO: Jetzt gibt es auch noch den Aspekt der KI, die auch eine Bedrohung für die unabhängigen Künstler darstellt, die sich nicht wirklich dagegen wehren können. Wir haben Umsetzungsentwürfe des AI Act der EU, aber es scheint ein langer und steiniger Weg zu werden, bis wir zu einer nachhaltigen KI-Regulierung kommen.
Birte Wiemann: Streng genommen ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. Wie sollen Rechteinhaber für alle Modelle, die bereits trainiert wurden, rückwirkend selbst feststellen, wo und wann unser geistiges Eigentum verwendet wurde? Dass unsere Werke im großen Maßstab ins Training eingeflossen sind, wissen wir und nicht zuletzt gehen Klagen wie die aktuellen der GEMA dagegen vor. Nur haben wir weiterhin keine verlässliche Möglichkeit, unser geistiges Eigentum wirksam vor den Datenkraken zu schützen. Es kann nicht sein, dass die KI-Modelle weiterhin unter dem Deckmantel der technischen Innovation mit unseren Daten trainiert werden, und unser Recht am geistigen Eigentum immer weiter ausgehöhlt wird.
Backstage PRO: Wie soll man mit der stetig wachsenden Zahl von KI-Tracks umgehen?
Birte Wiemann: Die Streamingdienstleister werden von KI-generierten Tracks geflutet. Zur Erinnerung: Um diese überhaupt zusammenstellen zu können, wurde sämtliche online verfügbare Musik ungefragt und unvergütet als Trainingsmaterial genutzt. Schon jetzt haben wir gut 110.000 neue Tracks täglich auf Spotify. Mithilfe von KI könnte es in schwindelerregende Höhen gehen. Im Kampf um Aufmerksamkeit der Hörer*innen gibt es dementsprechend gibt es für Künstler*innen weniger Platz und damit weniger Vergütung. Auch für Hörer*innen ist das kein ermutigendes Signal: Wie können sie menschengemachte Musik von generativer KI unterscheiden?
Backstage PRO: Ein bisschen ernüchternd.
Birte Wiemann: Das Gute ist: Sobald du auf einem Konzert stehst, eine Band alles gibt und alle die Hände in die Luft reißen, dann ist es genau das Gefühl, das nicht ersetzbar ist und das uns immer wieder antreibt, alles dafür zu tun, dass jede*r Künstler*in und jedes Signing eine faire Chance hat, gehört zu werden.
Backstage PRO: Trotzdem: die Komplexität der Probleme, die auf die Musikszene zukommt, ist schon beträchtlich. Mit den Major Labels, den DSPs und nun von KI wird dreifach Druck auf die Indies ausgeübt.
Birte Wiemann: Man darf nicht unterschätzen: Wir Indies sind Innovationsmotoren. Gerade unsere kleinen, sehr flexiblen Strukturen machen schnelle Reaktionen und Anpassungen möglich. Wir sind ein bisschen wie Asterix und Obelix: Nur weil die Römer überpräsent sind, heißt das noch lange nicht, dass wir nicht noch den einen oder anderen Zaubertrank im Schrank haben.
Backstage PRO: Gibt es Maßnahmen, an die ihr denkt, wie die unabhängigen Player gestärkt werden können und man diese auch realistisch umsetzen kann? Gibt es Vorschläge und Ideen, über die wir noch nicht diskutiert haben?
Birte Wiemann: Die große, leichte Lösung gibt es nicht. Wir müssen die erwähnte Agilität nutzen, auch im Austausch miteinander. Wir gehen auf europäischer Ebene gemeinsam mit den Kartellämtern gegen den Universal Kaufrausch vor, wir stellen für unsere Mitglieder Leitfäden zur Verfügung, wie sie den Rechtevorbehalt gegen KI-Training mit ihren Werken erklären können und wir erklären, wenn nötig immer wieder den Wert von Musik - jenseits von Investorengeldern und Musikrechten als bloßen Assets.
Backstage PRO: IMPALA ist sehr aktiv in dieser Debatte. Wie würdest du deren Rolle bewerten?
Birte Wiemann: Unser Dachverband ist eine Bereicherung für die Indies in Europa. Als europäischer Zusammenschluss haben sie den Überblick, was beispielsweise in Kroatien und Italien passiert. Wir schauen zwar mit Deutschland auf einen der größten Musikmärkte der Welt, aber es ist auch wichtig, die Strömungen in den anderen Märkten zu betrachten, die gegenseitige Beeinflussung zu verstehen oder an guten Beispielen zu lernen. IMPALA setzt auch die Hebel in Richtung Brüssel in Bewegung, beispielsweise hinsichtlich der Frage, ob die Übernahme von Downtown durch Virgin Music kartellrechtlich erlaubt ist. Das flankieren wir als VUT durch Kommunikation mit der deutschen Kartellbehörde.
Backstage PRO: Als abschließende Frage noch ein anderes Thema: Du bist eine der wenigen Frauen, die sich in der Chefposition eines großen Musikverbandes befinden. Wie beurteilst du die Lage der Frauen in der Musikwirtschaft?
Birte Wiemann: Ich finde, in den letzten zehn Jahren hat sich schon einiges sichtbar verändert, denn ich sehe mehr FLINTA-Personen sowohl auf der Bühne als auch hinter den Kulissen. Natürlich sind wir von der Parität noch weit entfernt, aber wir haben schon Schritte in die richtige Richtung gemacht und das müssen wir weiterführen. Deshalb haben wir für die musikwirtschaftliche Seite das Mentoring-Programm MEWEM ins Leben gerufen.
Backstage PRO: Wie funktioniert das Programm?
Birte Wiemann: Bei MEWEM kommen immer zehn weibliche, non-binäre oder Trans-Personen aus der Musikbranche, die schon den ersten Schritt gemacht haben, mit zehn FLINTA-Profis zusammen, um sich dann im Verlauf eines Dreivierteljahres über Workshops und One-on-One-Sessions auszutauschen und Wissen weiterzugeben. Da sehen wir schon Fortschritte, wenn ein Mentee aus der ersten Runde in der fünften Runde eine Mentorin ist. Mittlerweile gehören zu unseren Mitgliedern auch Labels, die von FLINTA-Personen betrieben werden. Luft nach oben ist immer, aber ich finde, die Entwicklung hat schon zumindest einen Babystep getan.
Backstage PRO: Vielen Dank für das Gespräch!
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