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"Notorious Markets 2019"

RIAA stellt die berüchtigsten "Copyright-Sünder" des Jahres 2019 vor

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 15.10.2019

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RIAA stellt die berüchtigsten "Copyright-Sünder" des Jahres 2019 vor

© freestocks.org via Pexels

Die Recording Industry Association of America (RIAA), der Zusammenschluss der US-amerikanischen Tonträgerbranche, stellt auch 2019 wieder eine Liste mit Plattformen und Diensten zusammen, die online unlizenzierte Musik vertreiben.

Bei den meisten von der RIAA festgestellten "Copyright-Sündern" handelt es sich gewissermaßen um alte Bekannte: Insbesondere die anhaltene Popularität von Stream-Ripping-Seiten – also Websites, die es Nutzerinnen und Nutzern ermöglichen, Musik etwa von YouTube kostenlos herunterzuladen – wird erneut moniert. 

Laut der RIAA erhielten einzelne Streamripper-Seiten im vergangenen Jahr zwischen 700 Millionen und 1,7 Milliarden Aufrufe. Letzteres versammelten die beiden Streamripper FLVTO und 2Conv auf sich. Während die RIAA in den vergangenen Jahren einige Ripping-Angebote sperren konnte, scheiterte sie etwa im Prozess gegen FLVTO.

Neue Möglichkeiten

Weitere Copyright-Verstöße stellt die RIAA nach wie vor bei Torrent-Indexern wie ThePirateBay sowie Cyberlockers (Uploaded, Zippyshare etc.) fest. Auch die Verwendung unlizenzierter, kostenpflichtiger Downloadplattformen sowie von MP3-Suchwebsites wird von der RIAA kritisiert. Im Gegensatz zu Streamrippern, Torrent-Netzwerken und One-Click-Hostern sind diese jedoch mit zwischen 1,4 und 64 Millionen Aufrufen im vergangenen Jahr deutlich unbeliebter. 

Ein laut der RIAA vollkommen neues Feld für Copyright-Verstöße tut sich derweil bei dem populären Instant Messaging-Programm Telegram auf: Hier können Nutzerinnen und Nutzer eigene Channels erstellen, über die wiederum urheberrechtlich geschütztes Material vertrieben werden kann. Telegram wiederum geht nach Meinung der RIAA nicht genügend gegen solche Channels vor.

Reale Fakes

Auch der physische Markt wird noch immer von unlizenzierten Versionen populärer Musikalben, meist auf CD, heimgesucht. Derartige Angebote macht die RIAA vor allem in Russland und China aus; auch unerlaubt produzierte Vinyl-Pressungen – wie etwa in Großbritannien – stellen ein Problem dar. 

In diesem Rahmen betont die Vereinigung erneut die derzeitige, problematische Situation von E-Commerce-Webseiten wie Amazon oder Ebay, die von Verkäuferinnen und Verkäufern dazu verwendet werden, unlizenzierte Tonträger zu vertreiben. Nur Amazon geht laut RIAA derzeit mit einem neuen Programm wirklich aktiv gegen solche Angebote vor. 

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