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Ein notwendiger Schritt

Google verbannt Viagogo-Werbung aus den Suchergebnissen

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 18.07.2019

ticketing viagogo google

Google verbannt Viagogo-Werbung aus den Suchergebnissen

Symbolfoto. © Caio Resende via Pexels

Suchmaschinenanbieter Google hat mit sofortiger Wirkung bezahlte Werbung des Ticketzweitanbieters Viagogo weltweit aus den Google-Suchergebnissen entfernt. Das Verbot könnte eine ernsthafte Bedrohung für das Geschäftsmodell Viagogos bedeuten.

Viagogo bietet eine Plattform für Personen, die Veranstaltungstickets weiterverkaufen wollen. Jüngsten Berichten zufolge sind die Verkäuferinnen bzw. Verkäufer jedoch nur in den seltensten Fällen Privatpersonen, die bloß überflüssige Tickets loswerden wollen – die meisten Tickets auf Viagogo stammen von gewerblichen Händlern.

Diese stehen wiederum im Verdacht, mit automatisierten Bots Tickets aufzukaufen, um diese dann über Plattformen wie Viagogo zu meist stark überhöhten Preisen weiterzuverkaufen. 

Ernste Konsequenzen

Laut Verbraucherschützern toleriert und fördert Viagogo solche betrügerischen Aktivitäten. Das Schweizer Unternehmen musste sich wegen Verstößen gegen Verbraucherrechte bereits in mehreren Ländern vor Gericht verantworten

Vor diesem Hintergrund ist ein Verbot bezahlter Viagogo-Anzeigen in den Google-Suchergebnissen eigentlich längst überfällig, da es zu vermuten ist, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher erst über das Googlen nach Veranstaltungstickets überhaupt auf Plattformen wie Viagogo stoßen. 

Wenn Viagogo-Anzeigen nun nicht mehr an den vordersten Stellen in den Google-Treffern erlaubt sind, könnte dies nachhaltige Folgen für die Sichtbarkeit Viagogos – und damit auch deren dubiose Popularität – bedeuten.

Alle Hintergrundinformationen zum Thema Viagogo findet ihr auch in unserem Interview mit Rechtsanwalt Dr. Markus Schütz.

Bedeutender Schritt

Die Face-value European Alliance for Ticketing (FEAT), die sich für einen fairen Ticketzweitmarkt in Europa einsetzt, bezeichnet das Verbot in einer Stellungnahme als bedeutenden Schritt gegen betrügierische Tickethändler.

"Google ist für viele Fans weltweit die erste Anlaufstelle für den Ticketkauf. Der Druck seitens der Wettbewerbsbehörde sowie des Parlaments des Vereinigten Königeichs scheint Google zu einem Verbot bewegt zu haben. Wir hoffen, dass andere Suchmaschinen und Social Media-Plattformen Googles Beispiel bald folgen werden."

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