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Drittes Jahr des Wachstums

IFPI-Report: Der weltweite Musikmarkt wuchs 2017 um 8,1%

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 24.04.2018

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IFPI-Report: Der weltweite Musikmarkt wuchs 2017 um 8,1%

Die weltweiten Einnahmen im recorded music-Segment von 1999-2017. © IFPI

Der Weltverband der Phonoindustrie IFPI stellt die Jahreszahlen für den globalen Musikmarkt im Jahr 2017 vor. Das Marktwachstum bleibt kontinuierlich, in den einzelnen Sparten zeigen sich keine Überraschungen und Streaming bleibt nach wie vor Wachstumsmotor.

Der Global Music Report 2018 der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) zeigt ein kontinuierliches Wachstum des internationalen Musikmarktes im Bereich "recorded music" bereits im dritten Jahr in Folge. Die Einnahmen der Plattenfirmen stiegen um 8,1% auf 17,3 Milliarden Dollar. 

Nach IFPI-CEO Frances Moore folgt dieser dreijährige Wachstumstrend einem gut fünfzehn Jahre währenden Abschwung. Dennoch liegen die Umsätze aus 2017 bei gerade einmal nur gut 68% des Volumens aus dem "Rekordjahr" 1999.

Spotify und Co. – Retter der Musikindustrie? 

Parallel zu den aktuellen, nationalen Marktanalysen von BVMI und RIAA lässt sich auch weltweit der digitale Markt – angeführt durch das Musikstreaming – als primärer Wachstumsmotor ausmachen.

  • 54% des globalen Umsatzes wurden durch digital vertriebene Musik generiert (+19,1% im Jahresvergleich).
  • Umsätze aus dem Streamingbereich machen mit 38,3% (+41,1%) inzwischen die größte Umsatzressource aus.
  • Bezahlte Abonnements wuchsen um 45,5% auf mittlerweile 176 Millionen an.

Physische Formate sinken weiter

Physische Formate (inbesondere die Audio-CD) büßen mit Umsatzeinbrüchen von -5,4% weiterhin an Popularität ein, mehr noch als bereits 2016 (-4,4%).

  • Damit machen physische Formate noch 30% des globalen Marktes aus.
  • In Ländern wie Japan oder Deutschland sind sie mit 72% bzw. 43% weiterhin überdurchschnittlich hoch vertreten. 

Die Erträge aus dem physischen Bereich sind dabei die einzigen, die sanken. Neben den Digitalumsätzen konnten auch auch in den Bereichen Aufführungsrechte sowie Synchronisation (d.h. die Verwendung von Musikstücken in anderen Medien) Anstiege verzeichnet werden – um 2,3% bzw. 9,6% respektive. 

Akute Probleme

Auch noch immer vorhandene, akute Probleme wurden im Report der IFPI angesprochen. So sieht die Musikindustrie nach wie vor ein Problem bei der angemessenen Vergütung für die öffentliche Sendung und Wiedergabe von Musikstücken.

Auch der sogenannte Value Gap, also vergleichsweise geringe Gewinnbeteiligung der Rechteinhaber an den Erlösen von Videostreamingportalen wie Youtube, das illegale "Rippen" von Audio-Streams sowie vorzeitige Leaks von Alben werden als nach wie vor problematisch dargestellt.

Den "Global Music Report 2018" der IFPI gibt es hier als *.pdf.

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